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Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen

Bild Präventionshinweise sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
Polizei Hagen gibt Präventionshinweise

Das Thema „Sexueller Missbrauch von Kindern“ gewinnt nach immer wieder neu auftretenden Fällen an Aktualität. Die Angst vor derart gelagerten Straftaten wächst und auch die Frage nach Schutz vor ihnen wird immer größer. Es ist aber auch Gewissheit, dass es sich hierbei nicht um ein neues kriminalistisches Phänomen handelt. Umso wichtiger ist es, diese Thematik offen anzugehen und bereits frühzeitig an potentielle Opfer von sexuellem Missbrauch heranzutreten. Die Polizei Hagen macht das in Form von Präventionsangeboten und arbeitet dabei eng mit unterschiedlichsten Institutionen zusammen. Die Beamtinnen und Beamten der Dienststelle für Kriminalprävention und Opferschutz, beschäftigen sich nicht nur mit der Aufklärung im Vorfeld (im Rahmen von Elternabenden, Infoveranstaltungen für Schulen und Kindergärten), sondern kümmern sich auch um Opfer und deren Angehörige nach Straftaten wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern. Sie vermitteln an geeignete Stellen, um somit die richtige Hilfe zu gewährleisten.


Ein erster Schritt der Sensibilisierung sollte jedoch durch die engsten und wichtigsten Bezugspersonen der Kinder gemacht werden. Hierbei handelt es sich in der Regel um Familienmitglieder oder Menschen aus dem Bekanntenkreis. Teilen Sie den Kindern mit, dass sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen können und beispielsweise Berührungen, die sie als unangenehm empfinden, benennen und unterbinden dürfen. Erklären Sie ihnen in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Wortes „Nein“, besonders in Bezug auf ihren Körper.

Immer wieder kommt es dazu, dass Täter von Sexualstraftaten ihre Opfer dazu auffordern, das Geschehene als Geheimnis zu behalten und niemandem davon zu erzählen. Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, dass es kein „Petzen“ ist, wenn sie Ihnen Dinge anvertrauen, mit denen sie sich nicht wohlfühlen. Vermitteln Sie ihnen, dass es ihnen besser geht, wenn sie diese schlechten Geheimnisse nicht für sich behalten.

Um bestmöglich zu verhindern, dass Kinder überhaupt in gefährliche Situationen geraten, ist es außerdem ratsam, spezielle Szenarien mit ihnen zu besprechen und durchzuspielen. So können Sie bestimmte Verhaltensregeln für den Schulweg aufstellen oder eine Vereinbarung darüber treffen, wie sich Ihr Kind verhalten soll, wenn es von Fremden angesprochen wird. Hierbei ist es wichtig, die aufgestellten Regeln zu begründen, um sie für Ihr Kind nachvollziehbar zu machen.

Aber an wen können sich betroffene Kinder richten, wenn sie sexuelle und körperliche Gewalt von Personen aus dem oben genannten Kreis der Familie oder der Bekannten erfahren? Erfahrungen zeigen, dass die Täter selten fremde Personen sind. Sie stammen meist aus dem sozialen Nahbereich der Opfer und nutzen eine vorhandene Vertrauensbasis aus. Hier ist es wichtig, den Kindern auch Ansprechpartner*innen außerhalb dieses bekannten Umfeldes vorzustellen und ihnen Erreichbarkeiten mitzuteilen.

Abschließend noch eine Bitte an Sie:
Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte bekommen es leider immer wieder mit, dass sich Eltern oder Erziehungsberechtigte nach einer Begegnung zu ihren Kindern drehen und sagen „Wenn du böse bist, dann holt dich die Polizei!“. Drohen Sie Kindern nicht mit der Polizei. Sagen sie ihnen, dass die Beamtinnen und Beamten Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für sie sein können und geben Sie ihnen immer die Möglichkeit, sich an uns zu wenden. Verdeutlichen Sie ihnen, dass die Polizei im Notfall der erste Ansprechpartner sein kann und sie sich dort Hilfe holen können.

 

Unter den folgenden Links finden Sie Informationen zu Hilfs- und Beratungsorganisationen und deren Kontaktdaten:

https://www.hagen.de/irj/portal/FB-BRAR-03

https://wildwasser-hagen.de/

 

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Beratungsstellen und Präventionsprogramme, zu denen die Dienststelle für Kriminalprävention und Opferschutz Ihnen gerne Kontakte vermitteln. Sie erreichen die Beamtinnen und Beamten Montags bis Freitags von 07:00 Uhr bis 15:30 Uhr direkt unter den Rufnummern 02331-986 1521 und 02331-986 1527. 

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