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Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020

Bild zur PKS
Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020
Die stellvertretende Behördenleiterin Nicole Heiden und Kriminaldirektorin Michaela Helm geben Infos zu den Hagener Zahlen

Am Montag, 08. März 2021, wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2020 vorgestellt. Die Hagener Zahlen gaben die stellvertretende Behördenleiterin Nicole Heiden und Kriminaldirektorin Michaela Helm bei einer telefonischen Pressekonferenz bekannt. Das Fazit in Kürze:

• Die Kriminalität in Hagen befindet sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Polizei Hagen konnte das gute Niveau der Vorjahre behaupten.

• Die Aufklärungsquote konnte erneut verbessert werden.

• Die Pandemie hinterlässt auch bei den Kriminalitätszahlen ihre Spuren.

 

2020 verzeichnete die Polizei Hagen 14.014 Straftaten, genau 30 Taten mehr als im Jahr 2019 (13.984 Straftaten) bzw. +0,21 Prozent. Die Aufklärungsquote insgesamt stieg neuerlich von 57,39 Prozent im Jahr 2019 auf 59,97Prozent (+2,58 Prozent). Sie liegt damit wieder deutlich über dem Landesdurchschnitt von 52,8 Prozent. 6.163 Tatverdächtige wurden ermittelt, 91 Tatverdächtige mehr als im Vorjahr. 1.402 dieser Tatverdächtigen waren jünger als 21 Jahre (338 Kinder, 535 Jugendliche und 529 Heranwachsende). Die Quote der sogenannten „Jugendkriminalität" sank auf 22,75 Prozent um über 3 Prozentpunkte.

Insbesondere der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird von der Polizei in Hagen als Schwerpunkt bei der Kriminalitätsbekämpfung neu definiert. 42 Fälle des sexuellen Missbrauchs wurden 2020 allein für Hagen erfasst, 7 mehr als im Vorjahr. 30 Mal waren Kinder das Opfer, 3 Mal Jugendliche. Zur Verdeutlichung: Hagen ist in dieser Hinsicht kein „Hotspot“. Aber es handelt sich um ein drängendes, gesamtgesellschaftliches Problem. Die Polizei Hagen wird es massiv und in aller Konsequenz angehen.

Kriminaldirektorin Michaela Helm stellte die Gewaltdelikte vor. 5 Tötungsdelikte wurden im Jahr 2020 für das Polizeipräsidium Hagen erfasst, in 4 Fällen blieb es beim Versuch, eine Tat wurde vollendet. Bei 3 versuchten Tötungsdelikten handelte es sich um sogenannte "Messerstechereien", bei denen es glücklicherweise bei einer Körperverletzung blieb. Das 4. versuchte Tötungsdelikt ist noch den Auseinandersetzungen im Hagener Rocker-Milieu zuzuordnen, welche bereits im Jahr 2018 ihren Ausgang nahmen. Ausgangspunkt für das tatsächlich vollendete Tötungsdelikt war das Beziehungsende eines serbischen Paares, welches den Tatverdächtigen letztlich veranlasste, die Frau in der gemeinsamen Wohnung mittels zahlreicher Messerstiche zu töten.

Die Straßenkriminalität, also jene Delikte, die die Hagener Bürgerinnen und Bürger unmittelbar wahrnehmen, hat sich 2020 wieder erfreulich entwickelt. Mit 3.141 Delikten gab es 258 Taten weniger (-7,59 Prozent) als noch im Jahr zuvor.

„Hier sind wir bei dem 2. Behördenschwerpunkt der polizeilichen Kriminalitätsbekämpfung, der mir ebenfalls sehr wichtig ist. Das Gebiet der Stadt Hagen zeigt in diesem Zusammenhang kein homogenes Bild. Die Innenstadt mit den angrenzenden Bezirken Altenhagen und Wehringhausen waren und sind weiterhin die Bereiche in Hagen, in denen wir auch künftig unsere Aktivitäten verstärken wollen. Nicht ausschließlich, aber in besonderem Maße werden dort im Jahr 2021 uniformierte Kräfte deutlich wahrnehmbar sein. Sie sowie Fahnder in ziviler Kleidung werden das Phänomen der Straßenkriminalität gezielt bekämpfen", betonte Regierungsdirektorin Heiden bei der Pressekonferenz.

Mehr Details und weitere Zahlen für Hagen gibt es zum Nachlesen in der Presseinformation. Diese finden Sie hier.

Grafiken zu den Zahlen für Hagen finden sie rechts als Download.

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