Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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13-Jährige helfen bei Suche nach Vermisstem

Ehrung Finn
13-Jährige helfen bei Suche nach Vermisstem
Zivilcourage wird mit Polizeiteddy und Streifenwagenfahrt geehrt
Nachdem ein 53-jähriger Patient in einem unbeobachteten Moment ein Krankenhaus verlassen hatte, verständigte ein Arzt die Polizei, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann in Lebensgefahr schwebt. Zwei 13-Jährige halfen bei der Suche nach dem Vermissten. Für ihre Zivilcourage wurden die Jugendlichen geehrt.

Am 30. Juni wählte ein Arzt des Johannes-Hospitals den Notruf, nachdem ein 53-jähriger Patient in einem unbeobachteten Moment das Krankenhaus verlassen hatte. Da noch nicht alle Untersuchungsergebnisse vorlagen und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann in Lebensgefahr schwebte, wurde eine Fahndung eingeleitet. Zwei 13-Jährige hörten im Bus die Personenbeschreibung und entschieden sich, den Mann zu suchen. 45 Minuten lang fragten sie Passanten, ob jemand den Vermissten gesehen hatte - mit Erfolg. Er hielt sich in der Hagener Straße auf und die Jugendlichen verständigten über den Notruf die Polizei. Der Patient konnte schließlich durch Einsatzkräfte zurück ins Krankenhaus gebracht werden.

Das vorbildliche und couragierte Handeln der Jungen sprach sich im Polizeipräsidium Hagen herum und schnell stand fest, dass die beiden 13-Jährigen für ihre tatkräftige Unterstützung geehrt werden. Nachdem Finn, einer der beiden Jungen, aus dem wohlverdienten Urlaub zurückkam, überreichte ihm die Pressestelle stellvertretend als Dank für den herausragenden Einsatz einen Polizeiteddy. Sein Freund Jens, der bei der Suche geholfen hatte, schaffte es leider nicht zur Ehrung. Finn nahm jedoch auch für ihn einen uniformierten Bären mit.

Der Hagener, der sich in seiner Freizeit beim THW engagiert, konnte sich nach der Ehrung noch einen Streifenwagen ansehen und die Ausrüstung erklären lassen. Zeit für Fotos gab es ebenfalls - Finn wünschte sich zudem eine kurze Fahrt im Polizeiauto. Diesem konnte nachgekommen werden und so fuhr er sichtlich stolz als Beifahrer über den Hof des Präsidiums, bevor er mit seinen Eltern nach Hause ging. Obwohl der 13-Jährige ein großer Fan der Polizei ist und sich für seine Mitmenschen einsetzt, möchte er übrigens Bahnfahrer werden. Aber vielleicht entscheidet sich der Hagener ja auch noch einmal um.