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Direktion Verkehr

Verkehrsunfall
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Verkehrsunfälle passieren nicht einfach, sie werden verursacht - …und deshalb sind sie vermeidbar!

Michael Hoffmann, Leiter der Direktion Verkehr:

"Lassen wir es nicht zu, dass Jahr für Jahr auf unseren Straßen so viele Menschen verletzt werden oder umkommen und dass diese Opfer für die Gesellschaft als entschuldbar gelten. Wir alle müssen aus sozialer Vernunft und der Verantwortung des Einzelnen eine neue gemeinsame Anstrengung übernehmen. Wir müssen alles tun, um tausende Verkehrstote und volkswirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe zu verringern. Auf einen großen humanen Fortschritt kommt es an. Wer die Leidtragenden auf den Unfallstationen sieht und die betroffenen Familien, muss sich eingestehen:

"Wir müssen jedes Jahr die Anzahl der Verkehrsopfer weiter reduzieren!"

Praktisch jeder Mensch, ob als Autofahrer, motorisierter Zweiradfahrer, Radfahrer oder Fußgänger, verbringt einen wesentlichen Teil des Lebens im Straßenverkehr, also dem unsichersten Lebensraum überhaupt.

Viele Verkehrsteilnehmer übersehen gern ihre eigenen Fehler, registrieren aber die der Anderen umso bewusster. Sie ignorieren häufig unfallgefährdende Verhaltensweisen und überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten.

Oft fühlt man sich als Opfer, aber nur selten als Täter. Dies erhöht die Bereitschaft zu selbstgerechtem Verhalten und beinhaltet erhebliches Konfliktpotenzial. In diesem Zusammenhang verhalten sich Frauen in der Regel besonnener als Männer.

Allen Verkehrsteilnehmern müssen die Auswirkungen eines möglichen Fehlverhaltens erklärt und die menschlichen Verhaltens- und Reaktionsgrenzen mehr als bisher verdeutlicht werden. Es ist das Bewusstsein zu wecken und zu schärfen, dass angemessenes und verantwortungsbewusstes Verkehrsverhalten ein wichtiger Bestandteil des gesamten sozialen Verhaltens ist. So wie das Zusammenleben der Menschen allgemein gegenseitige Rücksichtnahme erfordert, bedarf auch der Straßenverkehr des verantwortungsbewussten Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer. Die straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften müssen als notwendiger Rahmen für einen geordneten Verkehrsablauf begriffen werden.
Das Kraftfahrzeug ermöglicht Mobilität wie kein anderes Verkehrsmittel. Es ist zu einem Symbol freiheitlicher Gesellschaft geworden. Es darf aber keinesfalls ein Mittel für die Demonstration einer uneingeschränkten Mobilität sein.

Mit den Appellen an die Mitmenschlichkeit und das Verantwortungsbewusstsein allein ist es nicht getan. Der Kraftfahrer muss Handlungsanleitungen akzeptieren und gefahrenbewusster werden.

Es gibt keinen Lebensbereich, in dem so viele Menschen an Leben und Gesundheit geschädigt, beziehungsweise so hohe Sachwerte zerstört werden, wie das im öffentlichen Straßenverkehr der Fall ist. Insoweit kann keinesfalls davon gesprochen werden, den gewünschten Sicherheitsstandard bereits erreicht zu haben. Kein soziales System kommt ohne Regeln aus, aber es gibt kaum gesellschaftliche Bereiche, in denen Regelverletzungen so verbreitet sind, wie im Straßenverkehr. Über 90 % aller Verkehrsunfälle sind in der Regel auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Ursächlich sind häufig Unaufmerksamkeit, grobe Missachtung von Verkehrsregeln, mangelnde Beachtung der Sicherheitsvorschriften und Rücksichtslosigkeit.
Deshalb muss Schluss sein mit einer achselzuckenden Kenntnisnahme von Unfallstatistik,  Verkehrssicherheitsarbeit bedeutet schlicht, eine Botschaft in die Köpfe und ins Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu bringen:
Verkehrsunfälle passieren nicht einfach, sondern sie werden verursacht - …und sind deshalb vermeidbar!