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Augen auf und Tasche zu

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Augen auf und Tasche zu
Kampagne gegen Taschendiebstahl -

Legen Sie sich ein gesundes Misstrauen zu!

Auch in unserer Stadt greifen Taschendiebe im Einkaufstrubel gerne zu. Die besten Gelegenheiten bieten sich ihnen im Gedränge auf Märkten, in vollen Kaufhäusern, bei größeren öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. einer Kirmes oder anderen Volksfesten, aber auch bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Kann mir doch nicht passieren, wird der eine oder andere denken.

Unsere Erfahrung ist, dass keiner davor gefeit ist, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden!!! Aber jeder kann Vorsorge betreiben und es den Dieben schwerer machen!!!!

Taschendiebe nutzen zum „Klauen„ Situationen, die ihnen einen schnellen Zugriff ermöglichen, ohne dass sie Gefahr zu laufen, entdeckt zu werden. Da kann man schon deren Interesse wecken, weil man aufgrund des Alters offensichtlich nicht mehr so beweglich ist. Oder sie wählen Opfer aus, weil diese z.B. Taschen bei sich tragen, die Bargeld und anderes „Brauchbares“ vermuten lassen.

Sie nutzen Orte, an denen viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, wie z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, Bahnhöfen, oder in Einkaufszentren mit Fußgängerzone, in Kaufhäusern, auf Märkten, bei Großveranstaltungen, in Gaststätten oder Diskotheken. Gerade im Bereich von Geldautomaten oder Kassen ist besondere Vorsicht geboten.

Die Taschendiebe „arbeiten“ als gut abgestimmte Teams, so dass einer die Opfer ablenkt, der andere die Geldbörse stiehlt, der nächste sie übernimmt und leert. Das macht es schwer, die Tathandlung sofort zu bemerken.

 Sie nutzen unterschiedliche und immer neue Tricks, um die Opfer abzulenken und dann gleichzeitig zu bestehlen, z. B. indem sie die möglichen Opfer anrempeln, oder drängeln, indem sie das Interesse der Opfer auf einen Stadtplan lenken, oder darum bitten, Geld gewechselt zu bekommen. Die Möglichkeiten sind beliebig erweiterbar!

Die Folgen eines Taschendiebstahls können für die „Opfer“ vielfältig sein. Neben dem Verlust von Bargeld und Kredit- oder Geldkarten, dem Abräumen des Kontos mit der Kreditkarte, dem Verlust des Smartphones und der Haus-/ Wohnungsschlüssel u. vielem anderen, benötigen die betroffenen Personen oftmals einen großen zeitlichen Aufwand und hohe Kosten, wenn Personaldokumente wiederbeschafft werden müssen. Das kann durchaus schlaflose Nächte bescheren, insbesondere dann, wenn der Täter durch den Diebstahl von Ausweisdokumenten gleichzeitig die private Anschrift des Bestohlenen kennt. Der sofortige Austausch aller Schließzylinder ist zumeist nicht möglich und kann zudem sehr teuer werden.

 

Deshalb informieren Sie sich gut und halten Sie die „Augen auf und die Taschen zu“!

Wenn Sie die nachfolgenden Tipps konsequent beherzigen, machen Sie Taschendieben das Leben schwer:

  • Tragen Sie Ihr Bargeld, Kreditkarten und wichtige Dokumente ausschließlich in den geschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung. Geeignet sind auch Brustbeutel, Gürteltaschen vorne, Geldgürtel oder Ähnliches.
  • Führen Sie nie mehr Bargeld als unbedingt nötig mit. Wickeln Sie größere Einkäufe grundsätzlich mittels des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ab und richten Sie Tageslimits für Ihre Kreditkarten ein. Bewahren Sie Kreditkarten für größere Einkäufe, die Sie nicht täglich benötigen, sicher zu Hause auf.
  • Trennen Sie bei der Aufbewahrung möglichst zwischen Ausweisdokumenten und Geldmitteln. Große und dicke Brieftaschen lassen sich in den Innentaschen der Kleidung zudem nur schwer verstauen und sind nach außen leichter erkennbar.
  • Halten Sie mitgeführte Handtaschen oder Rucksäcke immer geschlossen und mit dem Verschluss zum Körper ausgerichtet unter dem Arm oder vor dem Körper.
  • Seien Sie besonders misstrauisch, wenn jemand versucht, Sie abzulenken. Halten Sie eine schützende Distanz zu Ihrem Gegenüber ein. Etwas mehr als die Armlänge Ihres Gesprächspartners reicht i.d.R. als Sicherheitsabstand aus.
  • Personen, häufig Frauen oder Kinder, die Ihnen z. B. im Bereich von Kirchen einen Zweig oder eine Blume schenken und diese aus kurzer Distanz in das Knopfloch Ihres Revers stecken wollen, weisen Sie besser dankend und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zurück.
  • Behalten Sie Ihre Handtasche, Ihre Einkäufe und Ihr Gepäck stets im Auge, ganz gleich wo Sie sind, ob im Restaurant, bei der Anprobe von Kleidung oder unterwegs. Wenn möglich, halten Sie ständigen Körperkontakt zum Gepäckstück.
  • Legen Sie ihre Handtasche oder ihre Geldbörse niemals in einen Einkaufswagen oder offen auf Flächen, wie z. B. Tischen oder Bartresen.
  • Lernen Sie die PIN (Persönliche Identifizierungsnummer) Ihrer Kredit- oder Geldkarte auswendig. Notieren Sie diese auf keinen Fall. Achten Sie vor der PIN-Eingabe auf mögliche Beobachter und verdecken Sie Ihre Eingabe stets durch die Hand, das Portemonnaie oder die Brieftasche.
  • Überzeugen Sie sich regelmäßig davon, dass Sie noch im Besitz Ihrer Kreditkarte sind.

Sollten Sie den Verlust Ihrer Kreditkarte feststellen, weisen Sie sofort telefonisch die Sperrung der abhanden gekommenen Kreditkarte an. Anschließend sollten Sie bei der Polizei zusätzlich eine KUNO-Sperrung beantragen und den Verlust durch Diebstahl anzeigen. Trotz der zentralen Sperrnummer (+49) 116 116 haben einige Banken leider noch eigene Notrufnummern. Sollten Sie die Sperrnummer Ihrer Bank nicht kennen, hilft Ihnen die Polizei gerne weiter.

 Beherzigen Sie diese Tipps, können Sie sich nicht nur finanzielle Verluste ersparen, sondern auch Ärger und unnötigen Zeitaufwand vermeiden und sehr wahrscheinlich auch besser schlafen!

Auf der Seite der Polizei NRW erhalten Sie viele weitere Informationen.